lieder & saitenspiel - tronjes blog

Donnerstag, 22. November 2012

Georg Trakl - der acker leuchtet weiß und kalt



der acker leuchtet weiß und kalt
der himmel ist einsam und ungeheuer
dohlen kreisen über dem weiher
und jäger steigen nieder vom wald

ein schweigen in schwarzen wipfeln wohnt
ein feuerschein huscht aus den hütten
bisweilen schellt sehr fern ein schlitten
und langsam steigt der graue mond

ein wild verblutet sanft am rain
und raben plätschern in blutigen gossen
das rohr bebt gelb und aufgeschossen
frost - rauch - ein schritt im leeren hain

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