lieder & saitenspiel - tronjes blog

Samstag, 24. Dezember 2011

es ritt ein reiter durch die nacht - Hagen Kemper 'tronje'



 es ritt ein reiter durch die nacht
der wind war bitter kalt
vom himmel fiel ein sanfter schnee
auf reiter - pferd und wald

und alle farben wurden weiß
in einer winternacht
die kälte fraß den letzten ruf
von pferd und reitersmann

Donnerstag, 15. Dezember 2011

der wind weht durch den garten - Hagen Kemper 'tronje'



der wind weht durch den garten
der trüb' im schatten liegt 
die blumen sind vergangen
geknickt - mit schnee behangen
der vogel - der da fliegt
muß auf den frühling warten

Freitag, 9. Dezember 2011

Bert Brecht - liebeslied aus einer schlechten zeit



wir waren miteinander nicht befreundet
doch haben wir einander beigewohnt
als wir einander in den armen lagen
war'n wir einander fremder als der mond

und träfen wir uns heute auf dem markte
wir könnten uns um ein paar fische schlagen :
wir waren miteinander nicht befreundet
als wir einander in den armen lagen

Freitag, 18. November 2011

wenn du meine träume siehst - Hagen Kemper 'tronje'



wenn du meine träume siehst :

grüße sie von mir

und wenn du meine träume liebst :

so schenk' ich sie dir 

so schenk' ich sie dir ...

Mittwoch, 9. November 2011

Jakub Imber - und kommt die sonn von jenem land


und kommt die sonn von jenem land
sie rötelt sich und lacht
sie bringt mir einen hellen tag
so hell wie dort die nacht

und kommt der wind von jenem land
wie mir das herz erglüht
und kommt ein wort von jenem land
es wird bei mir zum lied

und kommt ein traum von jenem land
ich laß ihn nicht von mir
dann reißt er mir die seele aus
und fliegt - mein land - zu dir

Montag, 17. Oktober 2011

Detlev v. Liliencron - astern blühen schon im garten



 astern blühen schon im garten
schwächer trifft der sonnenpfeil
blumen - die den tod erwarten
durch des frostes henkerbeil

brauner dunkelt längst die heide
blätter zittern durch die luft
und es liegen wald und weide
unbewegt in blauem duft

pfirsich an der gartenmauer
kranich auf der winterflucht
herbstes freuden - herbstes trauer
welke rosen - reife frucht

Mittwoch, 28. September 2011

durch den tag sind wir gegangen - Hagen Kemper 'tronje'



durch den tag sind wir gegangen
rasten in der dämmerung
und der himmel ist verhangen
weiter geht die wanderung

nebel steigt aus feuchten wiesen
still liegt vorn der dunkle wald
dort - wo wir das lager ließen
finden wir das feuer - bald

laute rufe - lachen - singen 
dringen durch die lange nacht
und die letzten lieder klingen
bis der neue tag erwacht

Donnerstag, 22. September 2011

Georg Trakl - in den nachmittag geflüstert



sonne - herbstlich dünn und zag
und das obst fällt von den bäumen
stille wohnt in blauen räumen
einen langen nachmittag

sterbeklänge von metall
und ein weißes tier bricht nieder
brauner mädchen raue lieder
sind verweht im blätterfall

stirne gottes farben träumt
spürt des wahnsinns sanfte flügel
schatten drehen sich am hügel
von verwesung schwarz umsäumt

dämmerung voll ruh und wein
traurige guitarren rinnen
und zur milden lampe drinnen
kehrst du wie im traume ein

Donnerstag, 15. September 2011

die zikade singt ihr lied - Hagen Kemper 'tronje'


vollmondnacht
nur ein paar wolken 
still liegt meine kleine welt
lauer wind 
streicht durch den garten
die zikade singt ihr lied

mondschein 
fällt auf die zypressen
sachter nebel schwebt davon
vollmondnacht
nur ein paar wolken 
der lavendel duftet schwer

vollmondnacht
nur ein paar wolken 
still liegt meine kleine welt
morgenrot
fällt in den garten
die zikade singt nicht mehr

Samstag, 3. September 2011

Hermann Löns - es blühen die rosen



es blühen die rosen
die nachtigall singt
mein herz ist voll freude
vor freude es springt
ein reiter zu pferde
so reit ich durchs land
für kaiser und könig
und vaterland

im wirtshaus am wege
da kehren wir ein
und trinken ein gläslein
vom goldenen wein
du hübsche – du feine
komm setz dich zu mir
ein ringlein von golde
das schenke ich dir

Samstag, 20. August 2011

das abendrot trank ich im dunk'len wein - Hagen Kemper 'tronje'



das abendrot trank ich im dunk'len wein

der morgentau das war mein kühler sekt

die nacht mit dir war balsam für mein herz

der abschiedskuß war wermut für die seele

Montag, 15. August 2011

Selma Meerbaum-Eisinger - komm zu mir , dann wieg' ich dich



 komm zu mir - dann wieg' ich dich
wiege dich zur ruh'
komm zu mir und weine nicht
mach die augen zu

ich flechte dir aus meinem haar
eine wiege - sieh !
schläfst drin aller schmerzen bar
träumst drin ohne müh'

meine augen sollen dir
blinkend spielzeug sein
meine lippen schenk ich dir -
trink dich in sie ein

Sonntag, 7. August 2011

die blume auf der heide - Hagen Kemper 'tronje'



die blume auf der heide 
ist längst verblüht und steht
verloren - wie wir beide 
grad wo der herbstwind weht

die birken ohne blätter
in feinem silberweiß
bewegen bei dem wetter
die zarten zweige - leis'

aus dem machandelbaume
der drosselruf erklingt
ich lausche wie im traume
und wander fort beschwingt

die weißen wolken ziehen
die lerche tanzt im wind
muß in den sand mich knien
ein blümlein ich noch find

ich laß das blümlein stehen
am weg - im kalten wind
im frühling will ich sehen
ob ich das blümlein find' 

wenn ich das blümlein finde
und wenn das blümlein blüht
sing ich in alle winde 
so froh ist mein gemüt

Samstag, 30. Juli 2011

Hermann Hesse - das geld ist aus , die flasche leer



das geld ist aus - die flasche leer
und einer nach dem andern
legt sich zu boden - müde sehr
und ruht vom langen wandern


 der eine träumt noch vom gendarm
 dem er mit not entronnen
dem andern ist - er liege warm
im felde - an der sonnen


 der dritte kunde schaut ins licht
als ob er geister sähe
er stützt den kopf und schlummert nicht
und hat ein heimlich wehe


das licht verlischt und alles ruht
nur noch die scheiben funkeln
da nimmt er leise stock und hut
und wandert fort im dunkeln

Sonntag, 24. Juli 2011

verflogen jene zeit - Hagen Kemper 'tronje'




verflogen jene zeit
als wir uns nahe waren
dies liegt nun allzu weit
ich muß alleine fahren

es hat nicht sollen sein
es hat nicht sollen sein

lebwohl sag' ich der stadt
und auch den grünen auen
ich fahr' zum kattegatt
das liegt am meer - dem blauen

es hat nicht sollen sein
es hat nicht sollen sein

Mittwoch, 20. Juli 2011

Johann Christian Günther - auf der reise nach jauer



bruder - komm und laß uns wandern
habe leid und lust gemein
kommt ein wetter nach dem andern
hilf mir doch beständig sein
der verdruß vergangner tage
zeigt viel süß erinnerung
wir erdulden schwere plage
aber wir sind auch noch jung

gleiche brüder - gleiche kappen
einerlei gefahr und mut
sollt uns auch der feind ertappen
kämpfen wir vor ruhm und blut
wir sind allzeit freie leute
ob uns gleich die armut drückt
werden wir doch immer heute
durch geschwinden trost erquickt

sag es - bruder - unverholen
sind wir nicht weit besser dran ?
unser schaden sind nur sohlen
die man leicht ersetzen kann
nichts verwirrt uns die gemüter
niemand zwingt uns an das joch :
raubt man uns so ehr' als güter
bleibet unsre hoffnung doch

bruder - fort - es geht nach jauer
bruder - fort - und laß uns geh'n !
wird uns weg und wetter sauer
soll es doch bald anders stehn
fort - ich höre schon die lieder
auf den nächsten freudenschmaus !
mertschütz sehn wir wohl nicht wieder
freund - wo geht der weg hinaus ?

 ( mertschütz  liegt :
nördlich von döbeln / sachsen )

Freitag, 15. Juli 2011

ein weißes segel zog dahin - Hagen Kemper 'tronje'


ein weißes segel zog dahin
am horizont - sehr weit und blau
es war so weiß wie möwen sind
entschwand ins weite - tiefe blau
ich schrie die sehnsucht hinterher
das weiße segel war nicht mehr

ich blieb sehr lange steh'n im wind
der horizont - sehr weit und blau
die möwen segelten dahin
die wolken weiß - der himmel blau
ich schrie die sehnsucht hinterher
das weiße segel war nicht mehr

Sonntag, 10. Juli 2011

Theodor Storm - die möwe und mein herz




hin gen norden zieht die möwe
hin gen norden zieht mein herz
fliegen beide aus mitsammen
fliegen beide heimatwärts

ruhig - herz ! du bist zur stelle
flogst gar rasch die weite bahn -
und die möwe schwebt noch rudernd
überm weiten ozean

Dienstag, 5. Juli 2011

Alice Nahon - ik heb u zonder doel zien dolen



'k heb u zonder doel zien dolen
door de nachtelijke steê
waar de straten staan als holen
van verborgen wee …

waar mizerie-stemmen schreien
bij een flauwe " tingel-tang "
waar de vrouwen staan te vleien
met geverfde wang

zal uw weedom daar verzwinden
gij - van hoger schoon bewust ?
zwerver - hebt ge geen beminde
die u 's avonds kust ?

 *         
ich hab' dich ohne ziel herumirren seh'n
über den nächtlichen platz
wo die straßen steh'n wie höhlen
von verborgenem weh …

wo elends-stimmen schreien
bei geschmacklosem " tingel-tang "
wo die frauen steh'n zu schmeicheln
mit gefärbten wangen

soll dein leid da verschwinden
du - von höherem bewustsein ?
penner - hast du keine geliebte
die dich abends küßt ?

Freitag, 1. Juli 2011

Hermann Hesse - wie fremd und wunderlich das ist



wie fremd und wunderlich das ist
daß immerfort in jeder nacht
der leise brunnen weiterfließt
vorn ahornschatten kühl bewacht

und immer wieder wie ein duft
der mondschein auf den giebeln liegt
und durch die kühle - dunkle luft
die leichte schar der wolken fliegt !

das alles steht und hat bestand
wir aber ruhen eine nacht
und gehen weiter über land
wird uns von niemand nachgedacht

und dann - vielleicht nach manchem jahr
fälllt uns im traum der brunnen ein
und tor und giebel - wie es war
und jetzt noch und noch lang wird sein

wie heimatahnung glänzt es her
und war doch nur zu kurzer rast
ein fremdes dach dem fremden gast
er weiß nicht stadt nicht namen mehr

wie fremd und wunderlich das ist
daß immerfort in jeder nacht
der leise brunnen weiterfließt
vom ahornschatten kühl bewacht !

Dienstag, 28. Juni 2011

Gabriel Villalonga - estrofa al vent - gedicht in den wind



jo escric al vent aqueixa estrofa alada 
per a que el vent la porti cel enllà 
jo vull seguir-la amb ma candent mirada 
plorós de no poder-la acompanyar

*
ich schreibe in den wind das geflügelte gedicht 
hoffend - daß der wind es himmelwärts trägt  
ich folge mit brennendem blick - festhaltend 
aber ich kann nicht mit - bin zu tränen gerührt

Sonntag, 12. Juni 2011

regen rieselt auf das zelt - Hagen Kemper 'tronje'




regen rieselt auf das zelt 
nebel tanzen vor dem wald 
letzte glut verraucht

ferne rötelt sich der tag 
bald verblaßt der traum der nacht 
weiter geht die fahrt

Samstag, 28. Mai 2011

Selma Meerbaum-Eisinger - das glück


schlafen möcht ich
der wind wiegt mich ein
und die sehnsucht
singt mich zur ruh'
weinen möcht' ich
schon die blumen allein
flüstern tränen mir zu

sieh die blätter :
sie blinken im wind
und gaukeln
träume mir vor
ja und später -
lacht wo ein kind
und irgendwo hofft ein tor

sehnsucht hab' ich
wohl nach dem glück ?
nach dem glück
nach dem glück 
 fragen möcht' ich :
kommt es zurück ?
nie zurück - nie zurück

Sonntag, 22. Mai 2011

pombinha - täubchen - Brasilien



pombinha - senta  na  pedra
pombinha - deixa-te  está :
qui  meus  oios  não  são  bala
pombinha - p'ra  ti  matá …..

täubchen - setz dich auf den stein
täubchen - bleib still sitzen :
denn meine augen sind keine kugeln
täubchen - die dich töten wollen …..

Montag, 16. Mai 2011

Kurt Tucholsky - blasse kinder auf dem hof


blasse kinder auf dem hof - nebenstraße westen
machen einen kleinen schwof - neben müllschuttkästen

käse teint und bleicher schopf - dürftiges grün im blumentopf
auf zwei fensterbrettern - und die stimmchen klettern

tief geduckt im ziegelbau - hinter wuchtigen laden
sitzen krumm in kitteln blau - unsre kameraden

staatsanwalt der schikaniert - wärter der sie malträtiert
ihre stimmen leiern - in preußen und in bayern

deutscher gram und deutsches leid - ämter ohne ende
wucher den ein staat gefeit - und immer graue wände

  wir sind schuld - ein schrei - der gellt - aber draußen
liegt die welt
wir sind ganz alleine - und hören nur das eine ...

refrain :
kaserne - kaserne - sonne - mond und sterne
achtung ! richtung ! vordermann ! du bist dran !

Samstag, 7. Mai 2011

Stefan George - ich fahre heim auf reichem kahne



ich fahre heim auf reichem kahne
das ziel erwacht im abendrot
vom maste weht die weiße fahne
wir übereilen manches boot

die alten ufer und gebäude
die alten glocken neu mir sind
mit der verheißung neuer freude
bereden mich die winde lind

da taucht aus grünen wogenkämmen
ein wort - ein rosenes gesicht :
du wohntest lang bei fremden stämmen
doch unsre liebe starb dir nicht

du fuhrest aus im morgengrauen
und als ob einen tag nur fern
begrüßen dich die wellenfrauen
die ufer und der erste stern

Freitag, 29. April 2011

Jan Mirande - txoriontasun - vogelglück


egun batez nuelarik
biotza txit gaixoa
edanikan geiegitxo
eusko ardo goxoa
entzun nuen oianean
kantuz eusko xoxoa

pino baten adar puntan
pino sendo - jasoa
jarria zen - ta nik hara
eman nuen pausoa
hurbildikan entzutekotz
kantan eusko xoxoa

euskaraz zuen kantatzen
bere txori bertsoa
goraipatuz lege zarrak
ta jainkoa - zintzoa
baitzen pino hartan kantuz
zegon eusko zozoa ...
*
einmal - als ich zu viel
des guten - baskischen
weins getrunken
und schwer ums herz mir war
hörte ich im wald
den baskischen gimpel singen

auf der spitze eines astes
einer starken - hohen kiefer
saß er und dorthin
lenkte ich meine schritte
um aus der nähe dem lied
des baskischen gimpels zu lauschen

er sang auf baskisch
seinen zwitschernden vers
ein lob auf die alten gesetze
und gott - rechtschaffen
war der baskische gimpel
der dort auf der kiefer saß und sang ...

Freitag, 22. April 2011

tengo un rancho - Gauchogedicht - Argentinien


tengo un rancho - tengo pingo
tengo yerba para tomar
solo me falta una china
quem e quiera acompañar

si es que tienes rancho y
pingo y yerba para tomar
solo te falta una china
yo te puedo acompañar

*

ich habe einen hof - ein flinkes
pferd und das kraut für mate
allein fehlt mir nur eine frau
die mich gerne begleitet

wenn du einen hof - ein flinkes
pferd und das kraut für mate hast
wenn nur eine frau dir fehlt
dann will ich dich begleiten

Sonntag, 10. April 2011

Selma Meerbaum-Eisinger - nimm hin mein lied


nimm hin mein lied
es ist nicht froh
der regen weint und weint
und wer ihn sieht
weiß sowieso
wie es das glück gemeint

es ist vorbei
die helle zeit
die lachen uns gelehrt
sie ging entzwei
zwiespalt gedeiht -
wenn auch die welt sich wehrt

kehrt sie zurück ?
ich weiß es nicht
vielleicht weiß es der wind
er kennt das glück
wenn's nicht zerbricht
so sagt er's uns geschwind

doch sieh - der wind
verbirgt sich doch -
er ist ja gar nicht da
ganz wie ein kind
so glaubt er noch :
nur er weiß was geschah

nimm hin mein lied
vielleicht bringt es
das lachen einst zurück
und wer es liest
der sagt : ich seh's
und meint damit das glück

Mittwoch, 30. März 2011

Joseph v. Eichendorff - hab ein liebchen hier gelassen


sinds die häuser - sinds die gassen ?
ach - ich weiß nicht wo ich bin
hab ein liebchen hier gelassen
und manch jahr ging seitdem hin

aus den fenstern schöne frauen
sehn mir freundlich ins gesicht
keine kann so frischlich schauen
als mein liebesliebchen sicht

an dem hause poch ich lange -
doch die fenster stehen leer
ausgezogen ist sie lange
und es kennt mich keiner mehr

und ringsum ein rufen - handeln
schmucke waren - bunter schein
herrn und damen gehen und wandeln
zwischendurch in bunten reihn

zierlich bücken - freundlich blicken
manches flüchtge liebeswort
händedrücken - heimlich nicken
nimmt sie all der strom mit fort

und mein liebchen sah ich eben
traurig in dem lustgen schwarm
und ein schöner herr daneben
führt' sie stolz und ernst am arm

doch verblaßt war mund und wange
und gebrochen war ihr blick
seltsam schaut' sie stumm und lange
lange noch auf mich zurück -

Dienstag, 22. März 2011

F. G. Lorca - cuando yo me muera - wenn ich dann sterbe



cuando yo me muera
enterradme con mi guitarra
bajo la arena
cuando yo me muera
entre los naranjos
y la hierbabuena
cuando yo me muera
enterradme si queréis
en una veleta
cuando yo me muera
*
wenn ich dann sterbe
begrabt mich mit meiner gitarre
unter den sand
wenn ich dann sterbe
zwischen orangenbäumen
und wasserminze
wenn ich dann sterbe
begrabt mich wenn ihr wollt
in einem wetterhahn
wenn ich dann sterbe

Sonntag, 6. März 2011

Ada Christen - wie in süßen morgenträumen



wie in süßen morgenträumen
liegt vor mir ein kleines haus
blütenweiße bäume strecken
winkend ihre arme aus

liebes – lang' entbehrtes grüßen
ist der lerche jubelnd lied
das wie klingend helles strömen
ob dem haupte wirbelnd zieht

kleines haus und blütenbäume
ich versteh' den zauber nicht
doch er spricht zum dunklen herzen
und es wird d'rin wieder licht !