lieder & saitenspiel - tronjes blog

Mittwoch, 24. November 2010

's isch no nit lang – daß gregnet hätt



's isch no nit lang - daß gregnet hätt
die laübli tröpfle no
i hab e mohl e schatzli ghätt
i wott - i hätt es no

jez isch er gange go wandere
i wünsch em löcher in d' schuh
jetzt hab i wieder en andere
gott gäb mer glück dazu

's isch no nit lang - daß er gheirat hätt
's isch gar e kurzi zyt
si röckli ist em loderich
si strümpfli sin em z' wyt

Donnerstag, 11. November 2010

Alice Nahon - najaarsvensterke - herbstfensterchen



tussen 't naakte - rood geraamte
van een wilde wijngaardrank
huing een scheefgezakte venster
in de gevel - blauwig blank

op de grauw arduinen rijchel
hier en daar vergroend van mos
lagen enk'le wingerdblâren
dronken van d'oktoberblos

onder 't venster - waar het muurke
door de tijd gebersten was
stonden triestig te verdrogen
uitgeblomde dahlia's

een verneuteld vrouke schikte
't wit en rood geblokt gordijn ;
't was …- alsof heur rimpels zegden :
« 't zal 'ne kwaaie winter zijn …»

 *

zwischen nackten – roten ranken
von einem wilden wein
hing ein schief gesägtes fenster
in dem giebel – blau gefärbt

auf dem grauen steinernem sims
hier und da verwachsen von moos
lagen einige blätter vom wilden wein
trunken vom oktoberwind

unterm fenster – wo das mäuerchen
durch die zeit geborsten war
standen traurig vertrocknete
verblühte dahlien

ein angetrunkenes frauchen ordnete
die weiß und rot karierte gardine
es war … als ob ihre faltensagten :
« es soll en bösartiger winter werden …»

Dienstag, 2. November 2010

Hermann von Gilm zu Rosenegg - Allerseelen


stell' auf den tisch die duftenden reseden
die letzten roten astern trag' herbei
und laß uns wieder von der liebe reden
wie einst im mai

gieb mir die hand - daß ich sie heimlich drücke
und wenn man's sieht - mir ist es einerlei
gieb mir nur einen deiner süßen blicke
wie einst im mai

es blüht und funkelt heut' auf jedem grabe
ein tag im jahre ist den toten frei
komm an mein herz - daß ich dich wieder habe
wie einst im mai