lieder & saitenspiel - tronjes blog

Montag, 1. Mai 2017

träume hab ich einst gefunden in dem jadegrünen baum - Hagen Kemper 'tronje'



träume hab ich einst gefunden
in dem jadegrünen baum - 
und sie hingen dort umwunden : 
die lianen sieht man kaum - 

bunte vögel schweben - singen - 
bauen nester in dem baum - 
und die träume - die sie bringen : 
leuchten nachts im jadebaum - 

vollmond schläft in meinen träumen - 
noch bevor die nacht vergeht - 
lieder klingen in den bäumen : 
wenn der nachtwind drüber weht - 

träume hab ich einst gefunden - 
in dem jadegrünen baum - 
und sie trösten meine wunden : 
wehmut küßt mich sacht im traum ...

Donnerstag, 20. April 2017

wie trunken tanzen heut' die schmetterlinge - Hagen Kemper 'tronje'



wie trunken tanzen heut' die schmetterlinge - 
durch fremde gärten weht ein lauer wind - 
ich streiche über saiten - und ich singe - 
und such' den traum - wo die zypressen sind - 

ich werd' im traum bei den zypressen liegen - 
und schau'n nach weißen wolken - die da zieh'n - 
wo bunte vögel sich im winde wiegen - 
und mich umfängt ein duft von rosmarin - 

wie trunken tanzen heut' die schmetterlinge - 
durch fremde gärten weht ein lauer wind - 
ich streiche über saiten - und ich singe - 
und wünsch' - daß morgen schmetterlinge sind ...

Montag, 17. April 2017

Das Land - wo man die Freiheit suchen muß !


das Gedicht von Nâzim Hikmet ( Ran ) 
möchte ich heute 
nochmal ins Netz stellen :
von dem Mann - 
der seine Heimat liebte -
und doch flüchten mußte ...

karlı kayın ormanında
yürüyorum geceleyin
efkârlıyım - efkârlıyım
elini ver - nerde elin ?

memleket mi - yıldızlar mı
gençliğim mi daha uzak ?
kayınların arasında
bir pencere - sarı sıcak

ben ordan geçerken biri :
"amca – dese - gir içeri "
girip yerden selâmlasam
hane içindekileri
 
yedi tepeli şehrimde
bıraktım gonca gülümü
ne ölümden korkmak ayıp
ne de düşünmek ölümü

*
im verschneiten buchenwald 
gehe ich durch die dunkle nacht 
schwermütig bin ich - so allein 
 wo bist du nur - reich mir die hand 

was ist weiter – ich weiß es nicht 
 mein land - die jugend – das sternenlicht 
zwischen den buchen goldner schein 
lädt mich ein leuchtendes fenster ein 

riefe jetzt einer an der türe 
geh nicht vorbei bruder bleibe 
und ich begrüßte jeden im haus 
setzte mich zu ihnen – ruhte aus 

auf sieben hügeln meine stadt 
wo ich die rose verlassen hab' 
angst vor dem tode schändet nicht 
noch der gedanke an sein gesicht...