lieder & saitenspiel - tronjes blog

Samstag, 26. April 2014

König Konradin - ich fröi mich manger bluomen rôt



ich fröi mich manger bluomen rôt
die uns der meie bringen wil
die stuonden ê in grôzer nôt :
der winter tet in leides vil
der mei wils uns ergetzen wol
mit mangem wünneclîchen tage :
des ist diu welt gar fröiden vol

waz hilfet mich diu sumerzît
und die vil liehten langen tage ?
mîn trôst an einer frouwen lît
von der ich grôzen kumber trage
will sî mir geben hôhen muot
dâ tuot si tugentlîchen an
und daz mînfröide wirdet guot

swann ich mich von der lieben scheide
sô muoz mîn fröide ein ende hân
owê – so stirbe ich lîht von leide
daz ich es ie mit ir began
ich weiz niht – frou – waz minne sint
mich lât diu liebe engelten vil
daz ich der jâre bin ein kint

*
ich freue mich der vielen roten blumen
die uns der mai bringen will
die haben bisher große not gelitten
der winter hat ihnen viel leides getan
der mai will uns dafür entschädigen
mit manchem lustreichen tag :
so ist die welt voller freude

was hilft mir die sommerzeit
und die so hellen - langen tage ?
mein trost hängt ab von einer frau
um die ich großen kummer leide
will sie mir hohen mut geben
dann tut sie - wie es sich geziemt
und macht - daß meine freude wächst

wenn ich mich je von der lieben trenne
so muß meine freude ein ende nehmen
o weh - so sterbe ich vielleicht vor leid
daß ich es je mit ihr begann
ich weiß nicht - herrin - was minne ist
mich läßt die liebe sehr entgelten
daß ich an jahren ein kind bin

am besten als : a cappella mit einer trommel

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